Best Practice-Beispiel: Die Rational AG
Die Rational AG aus Landsberg hat in den International Best Factory Awards 2008 im Bereich Produktion die TOP 3 erreicht. Lesen Sie, wie ein Benchmarking-Audit bei den International Best Factory Awards abläuft, und was das Unternehmen auszeichnet.
Der folgende Text ist ein Auszug aus der Zeitschrift Markt und Mittelstand, das Unternehmermagazin, Ausgabe 5 / 2008, S. 34-36, Autorin Marion Brucker: |
Der Vorstand von Rational (v.l.n.r.): Erich Baumgärtner, Peter Wiedemann und der Vorstandsvorsitzende Dr. Günter Blaschke
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Vergleich mit den Besten
Ortstermin beim Küchengroßgeräte-Hersteller Rational. Das Unternehmen schaffte es beim Benchmarking-Wettbewerb der Exportakademie Reutlingen sowie Markt und Mittelstand in die Runde der letzten Drei. Nun muss es sich vor Ort der Expertenjury stellen.
Günter Blaschke, Vorstandsvorsitzender der Rational AG aus Landsberg, und Technikvorstand Peter Wiedemann haben sich gut präpariert. Einen ganzen Tag lang werden die beiden Firmenlenker heute der Jury des Benchmarking-Wettbewerbs der Exportakademie Reutlingen Rede und Antwort stehen. „Wir spielen in der Weltpitze um die Weltmeisterschaft“, heißt es im Firmenleitbild des Herstellers von Groß- und Gewerbeküchen. Ein hoher Anspruch. Blaschke und Wiedemann wollen zeigen, dass sie ihm gerecht werden. Seit über zehn Jahren richtet die Exportakademie Reutlingen gemeinsam mit der GiMA Consult, Gesellschaft für integriertes Management mbH einen internationalen Benchmarking-Wettbewerb aus. Die Sieger, die in den Kategorien produzierendes Gewerbe und Dienstleistungen ermittelt werden, zeichnet Markt und Mittelstand seit 2007 auf dem Tag des Mittelstands mit dem MuM-Award aus.
Die Anforderungen sind hoch, der Fragenkatalog umfangreich. Wiedemann hat gemeinsam mit Blaschke alle Informationen zusammentragen lassen, die zum Ausfüllen des rund 100 Fragen umfassenden Bogens erforderlich waren. Der Aufwand hat sich gelohnt. Nach Auswertung der Antworten hat es Rational in der Kategorie produzierendes Gewerbe unter die besten Drei geschafft. In der Finalrunde geht es jetzt darum, die Jurymitglieder Professor Rolf Pfeiffer von der Exportakademie Baden-Württemberg, Betram Lohmüller von GiMA Consult und Peter Rienhardt, Projektleiter beim Regionalverband Neckar-Alb – allesamt erfahrene Benchmarking-Experten – vor Ort zu überzeugen. Kein leichtes Unterfangen, da kann auch ein promovierter Betriebswirt wie Blaschke schon mal ins Schwitzen kommen. Juryvorsitzender Pfeiffer kennt die neuralgischen Punkte in den Unternehmen. „Es sind immer wieder dieselben Schwachstellen,“ erläutert der Benchmarking- Papst. Er nimmt nicht nur die Kennzahlen wie Beschaffungsdauer und Durchlaufzeiten genau unter die Lupe, sondern erkundigt sich nach dem betrieblichen Vorschlagwesen in der 1000 Mitarbeiter zählenden AG. (...)
Alle sieben Jahre erfindet sich der Küchenhersteller neu. In einem Überraschungscoup wird innerhalb von 14 Tagen die nächste Gerätegeneration gelauncht. Dadurch verhindere Rational, dass die Kunden nicht schon ein Jahr vorher auf das aktuelle Modell warten und nichts mehr bestellen, wie das in manch anderer Branche der Fall sei. Pfeiffer, der bis jetzt aufmerksam zugehört hat, hakt nach: Er sieht die Gefahr von Rückrufaktionen, weil Kinderkrankheiten möglicherweise noch nicht ausgemerzt sind. Doch bislang gab es bei Rational keine Schwierigkeiten. Seit 1976 hat das Unternehmen mehr als 300 000 Geräte ausgeliefert. 2007 kletterte der Umsatz um 19 Prozent auf 336,6 Millionen Euro. Damit er den Auftragswünschen nachkommen kann, investiert der Küchenhersteller 20 Millionen Euro in eine neue Werkshalle am Standort Landsberg, die Mitte 2008 bezogen werden soll. (...)
Stärken und Schwächen werden sichtbar. Punkt für Punkt gleichen die Wissenschaftler die einzelnen Unternehmensteile und –prozesse dabei mit den Daten der Vergleichsgruppe ab. Vom Einkauf über die Produktion bis zum Vertrieb, von der Mitarbeiterführung bis zur Kostensituation nehmen sie alles penibel unter die Lupe. „Das Benchmarking hilft Unternehmenslenkern, herauszufinden, wo sie ansetzen müssen, um echte Verbesserungen zu erzielen“, erläutert Pfeiffer. Allerdings nutzt es nach Pfeiffers Meinung wenig, wenn sich Unternehmen nur sektorintern vergleichen. Branchenübergreifendes Benchmarking bringe Firmenchefs mehr. Aber vielen mangele es an Offenheit und Mut, sich mit anderen zu messen. (...)
Blaschke scheut sich davor nicht. „Von den Besten lernen“, ist sein Motto. Überall im Unternehmen, ob in der Montage, im Service oder in der Produktion, prangen Auszeichnungen von Wettbewerben. Fundament der Tätigkeit ist das Unternehmensleitbild. Demnach wird jeder Mitarbeiter zu Leistung, Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Loyalität angespornt. Gewinnbeteilungen am Erfolg des Unternehmens gehören ebenso dazu wie das Glas Champagner im Vorstandsbüro bei Jubiläen. Pfeiffer sieht in der Mitarbeitermotivation das große Plus von Rational. „Da murrt keiner, wenn einmal am Wochenende gearbeitet werden muss“, ist er überzeugt. (...)
-- Ende des Auszugs --
Machen auch Sie mit bei der aktuellen Runde 2009 der International Best Factory Awards / International Best Service Awards, und steigern Sie die Bekanntheit Ihres Unternehmens mit einer Platzierung unter den Top 3!
Auch wenn es im ersten Anlauf nicht klappt: Sie erhalten für eine geringe Gebühr durch die Teilnahme hochwertige Planungszahlen, um Ihr Unternehmen besser zu positionieren - und so schaffen Sie es, in Zukunft einen Platz auf der Siegertreppe zu erhalten.
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Informationen zum aktuellen IBFA / IBFA-Wettbewerb
Video der Vorstellung der Rational AG auf der Preisverleihung (Video Bereich Produktion auswählen, die Rational AG ist das zweite vorgestellte Unternehmen)


