Länderreport: Österreich
Unser Nachbar im Südosten wird mitunter auch als "Alpenrepublik" bezeichnet, was an den 60% Gebirgsanteil im Staatsgebiet liegen mag. Dass Österreich außer den Alpen und Tourismus wirtschaftlich viel zu bieten hat, erfahren Sie in unserem Länderreport.
Übersichtskarte Österreich
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Österreich hat eine markante West-Ost Ausdehnung von 575 km Breite im Vergleich mit lediglich 294 km Nord-Süd-Streckung. Der schmale Westteil ist von Gebirgen dominiert, die sich bis in die Mitte des Landes hin ausdehnen. Ebenen weist vor allem der Norden (Donau-Ebene) und Osten des Landes auf. Österreich grenzt an Deutschland im Nordwesten, die Tschechische Republik im Norden, die Slowakei und Ungarn im Osten, Slowenien im Süden, Italien im Südwesten und Liechtenstein und die Schweiz im Westen. Interessanter Weise sind außer Liechtenstein und der Schweiz alle Nachbarn Österreichs inzwischen EU-Mitglieder; damit rückt der Alpenstaat vom Rand in die Mitte der EU.
Über 25% (2,1 Mio.) der 8,3 Millionen Einwohner Österreichs leben im Ballungsraum Wien. Insgesamt ist immer noch eine deutliche Urbanisierung ("Landflucht") im Gange. Die Amtssprache ist Deutsch (bzw. österreichisches Deutsch). Österreich hat einen Ausländeranteil von knapp 10%, wovon 25% EU-Ausländer sind. Der überwiegende Teil der restlichen Ausländer stammt aus den umliegenden slawischen Ländern.
Die Landwirtschaft in Österreich ist meist kleinstrukturiert und hat sich inzwischen überwiegend auf hochwertige Produkte (regionale Feinkost), bzw. Bioprodukte spezialisiert; das Land hält hier die Spitzenstellung in Europa. Österreich besitzt wirtschaftlich bedeutsame Bodenschätze: Wichtig ist die Salzgewinnung, aber auch Eisenerz, Magnesit und Wolframerz, sowie Erdöl und Erdgas werden gefördert. Die Wirtschaft ist hoch entwickelt, Österreich verfügt über eine moderne Industrie und einen hochwertigen Dienstleistungssektor, dessen Hauptanteil in der Tourismusbranche liegt. Die Landeswährung ist der Euro.
Bis in die Mitte der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts wies Österreich im EU-Vergleich ein überproportionales Wachstum auf, welches das Land zu einem der fünf reichsten EU-Staaten gemacht hat. 2006 wuchs das BIP um 3,2%, 2007 noch um 3,0%. Damit liegt das Wirtschaftswachstum immer noch deutlich über den deutschen Zuwachsraten im Vergleichszeitraum. In absoluten Zahlen betrug das BIP in Österreich 2007 256,4 Mrd. Euro.
Wirtschaftliche Entwicklung
Das Investitionsklima in Österreich ist gut: Vor allem die verarbeitende Industrie hat 2006 und 2007 jeweils rund 5% mehr investiert (Bruttoinvestitionen) als im Vorjahr. Das private Konsumklima ist verhalten positiv. Während von 2000 bis 2005 der private Konsum eher stagnierte konnte er 2006 und 2007 um jeweils gut 2% zulegen. Profitieren konnte vor allem der Unterhaltungselektronik- und Spielwarensektor. Insgesamt verfügt Österreich über eine nahezu ausgeglichene Außenhandelsbilanz. Haupthandelspartner Österreichs ist Deutschland: Von den Importgütern für insgesamt 106,9 Mrd. Euro stammen 42,5% aus Deutschland.
Der österreichische Staat will bis 2010 ca. 11 Mrd. Euro für die Erneuerung der Infrastruktur ausgeben. Das Betrifft vor allem den Ausbau der Tunnel für den Schienenverkehr, aber auch die Erweiterung des Wiener Flughafens, Autobahnbau und Kraftwerksbau.
Insgesamt ist die Wirtschaft Österreichs dynamisch und stabil. Vor allem die Investitionen der Wirtschaft stützt das Wachstum, während der private Konsum nur durchschnittlich wächst. Österreich weitet seine Exporte aus, die Unternehmen erwarten in den Auslandsmärkten (vor allem USA, arabischer Raum und EU) auch im kommenden Jahr ein überproportionales Exportwachstum, das deutlich über dem Inlandswachstum liegt.
Größte Chancen für Investoren:
- Stabiles, unternehmerfreundliches Investitionsumfeld mit guten Aussichten der wirtschaftlichen Entwicklung.
- Brückenstaat zur Erschließung osteuropäischer Märkte.
- Beteiligung an den Infrastrukturprogrammen des Landes, vor allem Im Straßen-, Schienen und Tunnelbau.
Größte Risiken für Investoren:
- Der private Konsum ist seit der Jahrtausendwende nur durchschnittlich gewachsen, das Realeinkommen der Österreicher stagniert oder wächst nur langsam
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Quelle der Wirtschaftsdaten:bfai


