Sie sind hier: Startseite > Profil > Aktuelles > Newsletter April 2007 > Länderreport Osteuropa: Russland - bärenstarke Dynamik
Navigation
Anmelden


Passwort vergessen?
 

Länderreport Osteuropa: Russland - bärenstarke Dynamik

Russland ist der größte Markt in Osteuropa; das Land reicht allerdings weit über die europäischen Grenzen hinaus bis nach Asien. Jahrenlanges starkes Wachstum in vielen Branchen steht einer zum Teil schlecht ausgebauten Infrastruktur und politischen, sowie juristischen Problemen gegenüber. Was ist beim Markteintritt zu beachten?


Russland kleinRussland hat zahlreiche Nachbarn in unterschiedlichen Kulturkreisen und Weltmärkten entlang seiner riesigen Grenzen: Von den skandinavischen und osteuropäischen Ländern im Westen, dem Kaukasus mit Georgien, Aserbaidschan und Kasachstan im Süden und China und Nordkorea im Südosten reichen die geographischen Verbindungen. Auch Japan und selbst die USA (Alaska) sind nicht weit entfernt (klicken Sie auf das Bild für eine größere Version).

Die Währung Russlands ist der russische Rubel (1 Euro = ca. 34 Rubel). Russland hat gut 142 Mio. Einwohner, und stellt damit den größten Binnenmarkt in Osteuropa. Das Land hat seit der politischen und wirtschaftlichen Umstrukturierung Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts bedeutende ökonomische Umwälzungen erfahren, die immer noch die große Entwicklungs- und Aufholdynamik antreiben, die aktuell zu beaobachten ist.
Das Land ist sowohl reich an Rohstoffen (vor allem Energieträger, wie z.B. Erdgas, Öl), als auch mit einer wiedererstarkten verarbeitenden Industrie versehen. Die Rohstoffeinkommen bringen besondere Chancen bei der notwendigen Entwicklung und Umstrukturierung der Wirtschaft mit sich, da öffentliche Investitionsgelder in großem Umfang zur Verfügung stehen.

Das Bruttoinlandsprodukt in Russland betrug 2006 umgerechnet rund 750 Mrd. Euro, die jährliche Steigerung des BIP beträgt stabil 6,0 - 7,0%, was noch bis mindestens 2009 als fundierte Prognose fortgeführt wird. Der Energiesektor ist der bedeutendste Sektor in Russland, er macht zwei Drittel des gesamten Exportvolumens des Landes aus. Die Verarbeitende Industrie, sowie Handel und Dienstleistung holen aber relativ zum Energiesektor auf, was eine stabile und nachhaltige Binnenentwicklung Russlands erwarten lässt. Als besondere Wachstumsmärkte werden häufig die Bauwirtschaft und Baustoffe, Telekommunikation, IT-Produkte, Konsumgüter, die Pharma-Branche, aber auch der Maschinenbausektor genannt. Die wichtigsten Einfuhrpartner Russlands liegen in Europa, allen voran Deutschland, die Absatzmärkte für russische Produkte liegen in den ehemaligen GUS-Staaten und im asiatischen Raum.

Interessant für ausländische Investoren ist die bereits hohe, und sich weiter steigernde Nachfrage nach Konsumgütern, die vor allem über den Import befriedigt wird, und die Erneuerung der Infrastruktur, die mit Investitionssummen von mehreren Milliarden Euro pro Jahr von der öffentlichen Hand angeschoben wird (Strassenbau, Pipelinebau, Kraftwerks- und Stromnetzerneuerung, Aufbau von Kernkraftwerken).

Probleme für ausländische Investoren liegen vor allem im politischen Sektor und dessen Verflechtung mit der Wirtschaft. Manche als "strategisch" bezeichneten lukrativen Sektoren der Wirtschaft werden gegen Auslandsinvestitionen regelrecht abgeschirmt (speziell Energieversorgung). Auch gibt es Versorgungsprobleme durch den aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung schnell steigenden Strombedarf. In manchen Gebieten sind die Transportwege chronisch überlastet und die termintreue Warenlieferung ist nicht immer gesichert.

Aufgrund der Größe des Marktes und seiner geographischen Ausdehung, den unterschiedlichen politischen Rahmenbedingungen in den einzelnen Regionen und der wechselnden Güte der Infrastruktur müssen Investitionen und Kooperationen sehr gezielt und gut geplant angegangen werden. Das Wissen um die regionalen und branchenbedingten Besonderheiten ist essentiell für einen erfolgreichen Markteintritt. Dieses Wissen bringen in der Regel in der Region erfahrende Berater mit lokalen Partnern vor Ort am besten ein, wie sie zum Beispiel die GiMA consult bietet.


Russland bietet anhand dieser Rahmendaten vor allem zwei Chancen:

1) Aufbau einer Vertriebsorganisation zur Markterweiterung für ausländische Produzenten in einem besonders dynamisch wachsenden Markt mit mittelfrisitig ausserordenlich guter Prognose.

2) Beteiligung an der Erneuerung der Infrastruktur in vielen Sektoren.


Größte Chancen für Investoren:

  • Dynamischer Markt, der in den kommenden Jahren prognostiziert um jährlich 6% wachsen wird
  • Der Aufbau der Infrastruktur wird vom russischen Staat massiv gefördert
  • Steigender Bedarf nach hochwertigen Importgütern, sowohl im Konsum- als auch im B2B-Bereich

Größte Risiken:

  • Regional sehr unterschiedlich ausgebaute Infrastruktur, z.T. mit hohen Defiziten im Transportwesen und der Energieversorgung
  • Zum Teil nicht ausreichend geschützte Rechte ausländischer Investoren, dadurch unbefriedigende Investitionssicherheit in manchen Regionen oder Branchen

>> zurück


Quelle der Wirtschaftsdaten: bfai